Freitag, 31. Juli 2009

„Steuerwaffe“ katapultiert Mainzer Frauenachter nach vorn

In der Ruderbundesliga werden die Karten neu gemischt –

Trotz der aufgrund von Regattaverschiebungen kurzen Vorbereitungsphase richtete der RV Rauxel die dritte Veranstaltung der Ruderbundesliga (RBL) mit Bravour aus. Der Rhein-Herne-Kanal war Austragungsort eines ganz besonderen Wochenendes, denn zum ersten Mal war die Regatta der RBL als selbstständige Veranstaltung nicht in einen größeren Wettkampfablauf eingebunden und konnte so innerhalb eines Samstages durchgeführt werden.


Der RV Rauxel sorgte neben einem reibungslosen Ablauf auch für das ganz besondere RBL-Feeling. Unzählige Fans säumten den schmalen Kanal direkt am Regattagelände und brachten die Stimmung am Kanal zum kochen. In allen drei Ligen gelang es einigen Mannschaften nach vorn zu fahren und zeigten so, dass Mannschaften, die auch am Ende der Ligasaison eine der begehrten Medaillen mit Rollsitzgravur erkämpfen wollen, auf jeder der sechs Regatten in Form sein müssen.


Am Ende bewies der Crefelder RC, dass er nicht nur bei den Männern der 1.Liga sonder auch bei den Damen das Maß aller Dinge war, denn während die Männer zum dritten Mal in Folge ihre Bugspitze zuerst über die Ziellinie schoben, gelang es den Frauen des CRC den bis dahin ungeschlagenen 1. Achter der RG Hansa Hamburg auf den zweiten Platz zu verweisen. Bewegung war auch in der zweiten Liga zu spüren. Zum ersten Mal dabei setzte der TSV Bramsche mit einem siebten Platz ein Zeichen. Nachdem zwei weitere Achter nachgemeldet hatten, rüsten auch hier die Mannschaften nicht nur ihr Material auf. Der Dresdener RC konnte den langjährig erfolgreichen Leichtgewichtsriemer und Schlagmann und somit Vizeweltmeister des in Mainz formierten deutschen Leichtgewichts-Männerachters, Axel Schuster, für sich gewinnen. In einem Wimpernschlagfinale auf Platz sechs gesprintet konnten sich die Dresdener dennoch nicht auf dem dritten Tabellenplatz halten.


Mit neuem Boot, bereitgestellt durch die RG Wiesbaden-Biebrich, gingen auch die „Mainzer Mädels“ wieder an den Start. Doch dem Regattasprecher Arne Simann fiel natürlich nicht nur das rote Schiff ins Auge. Felix Erdmann, von Simann als „Steuerwaffe“ bezeichnet, ist seit Rauxel der Chef an Bord des Mainzer Achters. Dass er seine Mädels gut im Griff hat, zeigte sich schon in den Zeitfahren, die zur Ermittlung des Startplatzes für die Finals ausgefahren werden. Zum ersten Mal gelang es den Mainzerinnen hier bis auf den dritten Platz hervor zu spurten. Das schürte Hoffnung auch in den Finals um die vorderen Plätze mit fahren zu können. Dank des zehn Frauen starken Teams konnten sogar frische Sportlerinnen eingewechselt werden. Im Zwischenlauf gelang es dem Team um Felix Erdmann dann auch in die erste Hälfte zu fahren, doch sollte es für eine der begehrten Medaillen noch nicht reichen. Im B-Finale mussten sich die Ruderinnen des Mainzer RV zwar noch dem Rhein-Ruhr -Achter geschlagen geben. Platz vier ist aber dennoch eine Spitzenleistung der Frauen um Schlagfrau Charlotte Arand. Mit neuem Boot und „Steuerwaffe“ Felix Erdmann haben die Frauen nicht nur eine bessere Leistung gezeigt sondern sind auch in der Tabelle mit dem fünften Platz der Liga wieder einen Schritt näher an die Spitze gerückt. Ob es noch weiter aufwärts geht wird die vierte Veranstaltung der RBL auf dem Maschsee in Hannover am 14./15. August zeigen.

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