Mittwoch, 22. April 2009

Die Ruderbundesliga - Neue Wege im deutschen Rudersport

[vom 22.04.2009]

Rudern begeistert- aber bisher gelang es dieser traditionsträchtigen Sportart bislang nicht aus dem Schatten der Trendsportarten heraus zu treten. In den Medien bleibt der Wassersport der Jung und Alt gleichermaßen anspricht meist nur eine Randnotiz. Doch schon der Erfinder der Olympischen Spiele, Pierre de Coubertin, erkannte den Reiz des Ruderns: "Rudern sollte der Lieblingssport unserer jungen Leute werden, da keine andere Sportart ihnen die physischen und moralischen Qualitäten vermittelt, die sie brauchen: Energie, Initiative, Kraft und Gesundheit."


Im Jahr 2009 soll nun ein neues Konzept den Rudersport beleben- Die Ruderbundesliga. In Anlehnung an Sportarten wie Fußball oder Handball sollen Ligaplätze in Vereinsachtern ausgefahren werden.
Mit dem Ziel die Sportart Rudern wieder attraktiver zu gestalten, wurde ein Konzept entwickelt das Sportler, Zuschauer, Sponsoren und auch die Medien anspricht. Die RBL wird in Vereinsachtern über eine Kurzdistanz von 350m ausgetragen.


Bei sechs Veranstaltungen werden die Teams sich im KO-System direkt gegenüberstehen und um Platzierungen kämpfen. Die Sprintstrecke ist nicht nur zuschauerfreundlich sondern bewegt auch viele Sportler unterhalb des Leistungssportniveaus an Regatten teilzunehmen. Erfolgreiche Ex-Leistungssportler sitzen im Boot mit jungen Vereinskameraden und motivierten Masters. Die RBL möchte die große deutsche Ruderfamilie aktiver werden lassen.


Auch der Mainzer RV nimmt mit einem Frauenachter an der RBL teil. Die Ruderinnen aus ganz Deutschland stellen sich mit dem „M“ auf der Brust der neuen Herausforderung. In Münster haben die acht Ruderinnen und ihre Steuerfrau sogar die große Ehre mit dem ersten Rennen die RBL zu eröffnen.
Im Mainzer Achter sitzen bekannte Namen. Sybille Exner, beispielsweise, hat einige Medaillen bei Junioren- und U23 Weltmeisterschaften sammeln können. Die Schlagfrau des Achters, Mareike Helmers, hat schon bei der JuniorenWM 2004 in Banyoles gemeinsam mit Mona Stinner im Achter um die Medaillen gekämpft. Doch auch die anderen Teamkameradinnen waren auf Meisterschaften, Internationalen Regatten und World Cups unterwegs. Zusammen bilden sie ein schlagkräftiges Team aus vor allem ehemaligen, viele den Mainzern gut bekannten, Leistungssportlerinnen, die ihre Bugspitze soweit wie möglich nach vorn schieben wollen.


Schon beim Ratzeburger Sprintcup in den vergangen Jahren saß man gemeinsam im Boot. Dank dem Mainzer RV wird es nun auch möglich an der RBL teilzunehmen. Noch auf der Suche nach einem Sponsor um die Kosten für den Verein im Rahmen zu halten wird der Frauenachter versuchen eine erste Hausmarke in Münster zu setzen. Über Ergebnisse, Regatten, Termine und vieles mehr wird dann an gleicher Stelle berichtet.

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